Facebook geht an die Börse

Es ist wieder einmal so weit: Ein IT-Unternehmen geht an die Börse, und alle (zumindest sehr viele) gehen mit. Mir fällt dazu nur ein: Party like it’s 2001, als Unternehmen wie Yahoo! und EM.TV ihren großen Auftritt hatten.
Dass Unternehmen wie zuletzt Groupon (Ausgabepreis 20$) oder Zynga (Ausgabepreis 10$) inzwischen weit unter ihrem Ausgabepreis liegen (Groupon 12,41$ und Zynga 8,28$), scheint die Teilnehmer an diesem Hype wohl wenig zu stören.
Sie hoffen darauf, dass sich in Mark Zuckerberg ein neuer Steven Jobs verbirgt, der Facebook zu einer neuen Plattform wie Google, teilweise ist auch das Wort „neue Internetinfrastruktur“ im Gespräch, ausbaut. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg.
Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis von 108 ist die Aktie eine Katastrophe. Demzufolge würde es 108 Jahre dauern, bei gleichbleibenden Gewinnen, bis sich das Investment rentiert. Natürlich rechnen die Investoren mit steigenden Gewinnen. Sehr stark steigenden Gewinnen, aber das alles ist bislang reine Spekulation und kann bis dato noch nicht mit Zahlen konkret belegt werden.
Wie die Aktie sich entwickeln wird, werden die nächsten 10 Jahre zeigen, für mich ist dieser Hype auf jeden Fall kein Grund in ein Unternehmen zu investieren, dessen Zahlen zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich überzeugend sind, solch einen hohen Preis zu zahlen.